Lieblingsprojekte

Albert Speers Lieblingsprojekte sind immer die aktuellen. Dennoch lassen sich einige Projekte in seinem umfangreichen Werk ausmachen, die als Meilensteine bezeichnet werden können und auf dieser Seite vorgestellt werden.

seit 2010
Masterplan Alexandria, Ägypten

2010 beauftragte das ägyptische Ministry of Housing AS&P mit der Erarbeitung eines umfassenden strategischen Masterplans zur städtebaulichen und verkehrlichen Entwicklung Alexandrias, die - mit rund 4,1 Millionen Einwohnern - zweitgrößte Stadt Ägyptens. Menschgemachte Umweltbelastungen sind nur eines der Probleme der schnell wachsenden Industriestadt. Weitere Herausforderungen bestehen in dem zurzeit nicht durch Stadtplanung gelenkten Wachstum von bis zu 150 Tausend Einwohnern pro Jahr, informeller Siedlungsentwicklung, maroder oder lückenhafter Stadttechnik und einem kurz vor dem Kollaps stehenden Stadtverkehr. Ziel des Masterplanes ist es, ein umfassendes strategisches Konzept zu entwickeln, das die obigen Probleme adressiert und konkrete planerisch-technische Lösungsansätze bietet. Diese sollen im Rahmen von Leitprojekten in drei Masterplänen vertieft und durch wirtschaftliche Machbarkeitsstudien belegt werden.

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2012 – 2014
InnovationCity Ruhr, Bottrop

Als Konsortialführer einer disziplinübergreifenden Arbeitsgemeinschaft mit den drei regionalen Kooperationspartnern Gertec (Essen), Büro Drecker (Bottrop) und Conlab (Düsseldorf) erarbeitet AS&P federführend den Masterplan und das Innovationshandbuch für die InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop. Der über 18 Monate angelegte Masterplanprozess ist eine zentrale Säule des Gesamtprojekts InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop und in dieser Form bisher einzigartig. Er bildet die Grundlage für die Entwicklung hin zu einer klimagerechten Stadt - bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität. Dabei werden die Aspekte Städtebau, Energie und Mobilität in einem integrierten Planungsprozess verknüpft. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird ein Innovationshandbuch erarbeitet, das am Beispiel der Modellstadt Bottrop verdeutlicht, wie ein klimagerechter Stadtumbau auch in anderen Städten umgesetzt werden kann.

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2009 – 2013
Unternehmenszentrale der Fraport AG am Flughafen Frankfurt am Main

2009 wurde AS&P mit dem Neubau der Unternehmenszentrale der Fraport AG am Frankfurter Flughafen beauftragt. Das Büro- und Verwaltungsgebäude befindet sich östlich von Tor 3 und ist Teil des sog. „Zentralbereichs“, ein Areal zwischen Terminal 1 und Terminal 2, welches durch den Hugo-Eckener-Ring begrenzt wird. Der Entwurf von AS&P sieht ein Gebäude vor, dessen Erschließung von Westen und Osten über einen zentralen Zugangsbereich erfolgt. Dieser erlaubt die flexible Zuordnung des Gebäudes sowohl zum öffentlichen als auch zum Betriebsbereich, ohne bauliche Maßnahmen durchführen zu müssen. Auch die Zufahrten zur Tiefgarage sind so angeordnet, dass die Erschließung unabhängig von beiden Bereichen erfolgen kann. AS&P und die Fraport AG haben im Oktober 2013 die Zertifizierung „Deutsches Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen in Gold“ des DGNB für die neue Unternehmenszentrale der Fraport AG verliehen bekommen.

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1997 – 2013
Europaviertel Frankfurt am Main

Das Areal der ehemaligen Güterverkehrs- und Rangieranlage ist heute eine der größten und bedeutsamsten innerstädtischen Entwicklungsflächen in Deutschland. Es ist Bestandteil und Ergebnis eines längeren Planungsprozesses innerhalb der Stadt Frankfurt am Main. Bereits 1999 hat AS&P einen ersten städtebaulichen Rahmenplan vorgelegt, der hier ein neues Viertel mit moderner Nutzungsmischung und pulsierendem städtischem Leben vorsieht. Auf Basis des Rahmenplans hat AS&P unter anderem vertiefende Strukturkonzepte erstellt, einen internationalen städtebaulichen Wettbewerb ausgelobt und den Masterplan 2020 der Messe Frankfurt entwickelt. Die Planungen stellen nun die Basis für die Bebauungspläne dar. AS&P berät weiterhin die Grundstückseigentümer und organisiert die notwendigen Planungsverfahren. Die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, Eschborn, hat für das Europaviertel West in Frankfurt am Main das Zertifikat in Gold für nachhaltige Stadtquartiere von der DGNB erhalten.

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2009 – 2011
Machbarkeitsstudie Sportgroßveranstaltungen in Kairo, Ägypten

Ägypten mit seiner 5000-jährigen Tradition und Kultur sowie einer herausragenden Sportbegeisterung sieht im Rahmen einer mittel- bis langfristigen Entwicklungsstrategie die Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen vor. AS&P, PROPROJEKT, abold Büro für Marketingkommunikation und GRID, Kairo wurden daher vom ägyptischen Ministerium für Tourismus in Kooperation mit dem nationalen Sportrat beauftragt, eine umfassende Infrastrukturanalyse des Großraums Kairo hinsichtlich seiner Eignung für Sportgroßveranstaltungen zu erstellen. Die beratenden Tätigkeiten der Büros umfassen eine detaillierte Bewertung der möglichen Austragungsorte, des Transportsystems, der Umwelt sowie der Unterbringungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Zudem werden ein vorläufiger Masterplan und eine Kommunikationsstrategie entwickelt.

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2009 – 2010
FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ 2022 Katar

AS&P - Albert Speer & Partner GmbH haben gemeinsam mit der PROPROJEKT GmbH und der Serviceplan Gruppe für innovative Kommunikation GmbH die Bewerbungsunterlagen Katars für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ im Jahr 2022 erarbeitet. Auf den mehr als 700 Seiten des Bewerbungsdokuments und in weiteren Anlagenbänden werden das WM-Konzept mit den Themen Beherbergung, Verkehr, Trainingsstädten, Stadien und anderer bewerbungsrelevanter Themen dargestellt. „Expect Amazing - Erwarte Unglaubliches“ - mit diesem Slogan erhielt Katar am 2. Dezember 2010 den Zuschlag für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft™ 2022. Katar ist somit das erste Land im Mittleren Osten, das eine Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet.

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2007 – 2009
„Frankfurt für Alle“ Handlungsperspektiven für Frankfurt am Main

Die strategische Stadtentwicklungsstudie „Frankfurt für alle“ ist ein federführend von AS&P erstellter Beitrag zur Politikberatung in Frankfurt am Main. Die Denkschrift wurde von Frankfurter Privatunternehmen und den Kammern finanziert und der Oberbürgermeisterin Dr. Petra Roth zur Verfügung gestellt. Ziel der Studie mit Perspektive 2030 war es, Frankfurt im nationalen und internationalen Wettbewerb der Städte zu profilieren und die Stadt attraktiv für die weltweit mobilen Wissenseliten zu machen. Dafür formulierte die Zukunftsstudie Empfehlungen zur Weiterentwicklung Frankfurts in fünf Themengebieten: Lebensqualität, Wirtschaftskraft, Bildung, Wissenschaft, Verantwortung und Mitwirkung, Umwelteffizienz und Zukunftsregion. Aufbauend auf den Begabungen und Zukunftsbedarfen der Stadt wurde eine Matrix von 120 Projektvorschlägen und 40 konkreten Leitprojekten entworfen.

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2005 – 2009, Fertigstellung 2014
Gerichtskomplex, Riad, Saudi-Arabien

Herausgelöst aus der dicht vernetzten Stadtstruktur vervollständigt der Criminal Court ein Ensemble wichtiger öffentlicher Einrichtungen im Herzen von Riads Altstadt, welche im Rahmen einer Neustrukturierung wiederbelebt werden soll. Der 44,6 Meter hohe monolithische Kubus wächst aus einer umlaufenden Lichtfuge empor. Die beleuchtete Zäsur, eine Art natürliche Barriere, erzeugt das Gefühl von Sicherheit und betont die Erhabenheit des Gebäudes. Der Besucher gelangt über Stege zu den axial angeordneten Haupteingängen, die konisch in den steinernen Kubus eingeschnitten sind. Die Fassade besteht aus rauen landestypischen Kalksandsteinplatten. Schmale Schlitze mit stark zurückgesetzten Fensterelementen minimieren die Erwärmung der Innenräume und erhöhen die Plastizität der Fassade. Alle Räume gruppieren sich um ein großzügiges Atrium. Ein System aus Oberlichtbändern sorgt für ein angenehmes Raumklima, indirektes Tageslicht und Lichtspiele im Inneren des Gebäudes.

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2007 – 2008
Masterplan Innenstadt Köln

Durch die aktuelle Rückbesinnung auf die Stadt als bevorzugten Ort für Wohnen und Arbeit, Wirtschaft und Handel, wächst die Bedeutung der städtebaulich-funktionalen Qualität der Innenstadt. Sie wird zu einem wichtigen Kriterium im internationalen Standortwettbewerb. Die Kölner Innenstadt weist mit historischen Gebäuden von Weltgeltung, einer großen, stabilen Wohnbevölkerung sowie ausgeprägten Handels- und Dienstleistungsstrukturen erhebliche Potentiale aber auch nennenswerte Defizite auf. Um die Potentiale zu mobilisieren und Defizite auszugleichen bedarf es einer langfristig angelegten Entwicklungsstrategie. Ziel ist es dabei einen politischen und öffentlichen Konsens zu erreichen. Das geeignete und für dieses Projekt ausgewählte Instrument ist ein anpassungsfähiger Masterplanprozess, der stetig fortgeschrieben und weiterentwickelt werden kann.

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2006 – 2008
Überarbeitung des Masterplans für Abuja, Nigeria

Die Innenstadt von Abuja ist das Herz des Hauptstadtgebiets (Federal Capital Territory) von Nigeria. Dort befinden sich der Regierungssitz und die Stadtverwaltung, wichtige kulturelle und religiöse Einrichtungen, das zentrale Büro und Geschäftsviertel der Stadt sowie die Botschaften und Büros der ausländischen diplomatischen Vertretungen. Ziel der Überarbeitung des 30 Jahre alten Masterplans durch AS&P war es, die Faktoren zu identifizieren, welche die damals geplante Entwicklung hemmen. Flächennutzung, Städtebau und Infrastruktur wurden so angepasst, dass eine weitere erfolgreiche Entwicklung möglich wird. Dies beinhaltete die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes und der Entwicklungsrichtlinien, ein Konzept für die Belebung der zentralen Straßenzüge, Teilkonzepte für einzelne Problembereiche (u.a. Bahnhof, Parks, Capital Mall, Zentraler Platz, Hochhausstandorte) sowie Verkehrs- und Erschließungskonzepte für den Gesamtbereich.

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2007
Changchun Jingyue, ökologische Wohn- und Geschäftsstadt, V.R. China

Im Nordosten Chinas entwickelt sich die Provinzhauptstadt Changchun zu einer bedeutenden Verwaltungs-, Innovations- und Industriestadt. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich innerhalb von 15 Jahren auf 5 Millionen. Seit 2003 plant AS&P die erste große Stadterweiterung, die 120 Quadratkilometer große Internationale Automobilcity auf der Basis eines gewonnenen internationalen Wettbewerbs. 2007 konnte ein weiterer internationaler Wettbewerb für die südliche Stadterweiterung Changchuns, die Wohn- und Geschäftsstadt Jingyue, gewonnen werden. Traditionell chinesische Stadtbauprinzipien, nachhaltige Entwicklungsplanung mit Nutzungsvielfalt und die Priorität öffentlicher Verkehrsinfrastruktur mit Metrolinien, Fahrrad- und Fußwegen, einem integrierten Konzept mit grünen Achsen, Parks und Plätzen führen zu einem ökologischen Stadtkonzept für 500.000 Einwohner auf einer Fläche von 60 Quadratkilometer. AS&P ist mit der vertiefenden Weiterbearbeitung beauftragt.

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2004 – 2007
Parktower, Frankfurt am Main

Das ehemals unter dem Namen SGZ-Hochhaus bekannte schlanke Gebäude gegenüber der Alten Oper gehört zu den Pionierbauten, die einst die Skyline von „Mainhattan“ mitbegründeten. Bereits 2003 wurde der 1972 errichtete Büroturm am Rand des Frankfurter Bankenviertels um einen von AS&P geplanten und realisierten Anbau erweitert. Weil eine Sanierung des Hochhauses innerhalb des Bestandsvolumens nicht möglich war, entschied sich der Bauherr für eine Kernsanierung und eine Erweiterung. Bestand und Erweiterung setzen sich in Kubatur und Fassadenausbildung klar voneinander ab und reagieren differenziert auf die städtebaulichen Gegebenheiten des direkten Umfelds. Der zum Park orientierte Altbau ist mit einer Ganzglasfassade, der Erweiterungsbau dagegen in den, rund um den Opernplatz vorherrschenden, hellen Naturstein gekleidet. Zweigeschossige Fenstergliederungen betonen die Vertikale und lassen den 115 Meter hohen Baukörper schlank und elegant erscheinen.

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2005
Kommunarka Masterplan, Russland

Parallel zum rasanten Wirtschaftswachstum in Russland verzeichnet Moskau einen stetigen Anstieg seiner Einwohnerzahlen. Der Druck neue Siedlungsflächen zu schaffen, nimmt entsprechend proportional zu. Im Rahmen eines Gutachterverfahrens entwickelte AS&P eine Masterplanvision für ein rund 400 Quadratkilometer großes Gebiet südwestlich von Moskau. Die Region ist in diesem Gebiet geprägt von unberührter Landschaft mit weitläufigen Wäldern, Seen und Flüssen. Wesentliches Ziel war es, bei gleichzeitig hoher Flexibilität, eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, die die Komponenten Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft harmonisch miteinander vereint. In der nachfolgenden Konkretisierungsphase des Projekts wurde AS&P zudem mit der Überarbeitung eines der vier Quadranten, dem sogenannten „Western Quadrant“ beauftragt.

2003 – 2005
Fudan University Campus, Shanghai, V.R. China

Die Fudan Universität hat eine lange Tradition als naturwissenschaftlich-technisches Eliteinstitut. 1905 in Shanghai gegründet, besteht die Universität heute aus 17 Fakultäten in denen insgesamt 36.000 Studenten eingeschrieben sind. Aufgabe des Wettbewerbs war es, einen neuen Campus zu entwerfen, der in zwei Phasen realisierbar ist. Im ersten Teil wurde die Fakultät für Informatik und Mikroelektronik gebaut, in der zweiten Phase folgen das medizinische Institut und die zugehörige Forschungseinrichtung. Integrative Bestandteile des Campus sind auf unterschiedlichen Höhen gelegene Höfe und ein Landschaftspark, der von Wasserläufen durchzogen wird und damit ein Shanghai-typisches Thema aufgreift. AS&P gewann den 1. Preis im internationalen städtebaulich-architektonischen Wettbewerb und zeichnete sich verantwortlich für das architektonische Konzept und die Realisierung der Fakultätsbauten der ersten Phase.

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2003 – 2004
Verwaltungsgebäude Zhang Jiang Hi-Tech Park, Shanghai, V.R. China

Die Entwicklung des Hi-Tech Parks im Stadtteil Zhang Jiang ist eines der wichtigsten Projekte Shanghais. Um dem Image eines nach Innovation strebenden Hi-Tech Parks Rechnung zu tragen, wurde 2001 ein internationaler Realisierungswettbewerb für das Verwaltungsgebäude ausgelobt, den AS&P gewann. Der Gebäudekomplex ist von der Straße zurückgesetzt und wird über einen begrünten, halböffentlichen Platz erschlossen. Die zwei 88 Meter hohen Türme mit Doppelfassade entfalten ihre städtebauliche Wirkung als Landmark inmitten einer natürlichen Parklandschaft. Das Administration Center gliedert sich in vier klare Baukörper. In den 18 Geschossen des gläsernen Doppelhochhauses befinden sich Büros und Konferenzräume. Östlich der Hochhäuser schließt sich eine dreigeschossige Sockelzone an, in der neben anderen öffentlichen Funktionen auch ein Restaurant zu finden ist.

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2000 – 2004
Ensemble am Baseler Platz, Frankfurt am Main

Der Baseler Platz hat für Frankfurt eine ganz besondere Bedeutung: Zwischen Friedensbrücke und Hauptbahnhof gelegen, markiert er das südliche Tor zur Innenstadt. Dieser Funktion konnte der Platz in den letzten Jahrzehnten jedoch nicht gerecht werden. Ohne attraktive Anziehungspunkte und öffentliche Angebote war er zum bloßen Verkehrsraum degradiert. Planerisch hatte sich AS&P bereits 1998 im Rahmen einer städtebauliche Studie mit dem Baseler Platz beschäftigt. Architektonisch wurde mit zwei Neubauten nun der erste Schritt zu einer Aufwertung und Wiederbelebung des Ortes vollbracht. Es ist ein Ensemble aus zwei markanten neuen Gebäuden entstanden, die – obwohl formal vollkommen unterschiedlich – zusammen eine spannungsvolle architektonische Einheit bilden: „Oval“ und „Baseler Arkaden“ heißen die beiden Gebäude, die durch eine vielfältige Nutzungsmischung aus Läden, Gastronomie, Büros und Wohnungen das urbane Leben an den Baseler Platz zurückbringen.

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http://www.as-p.de/projekte/architektur/9812-oval-am-baseler-platz.html
http://www.as-p.de/projekte/architektur/9813-baseler-arkaden.html

2002
Nord Bund Shanghai, V.R. China

2002 gewann AS&P den 1. Platz im städtebaulichen Wettbewerb mit drei Vertiefungszonen für den „Nord Bund“ in Shanghai. AS&P versteht die neue Entwicklung des Nordbund Areals am Huangpu-Fluß in zentraler Lage als große Chance für die Stadt Shanghai. Der Wettbewerbsentwurf besticht mit einem starken städtebaulichen, auf Realisierbarkeit ausgelegten Konzept, das eine vibrierende und ökonomisch erfolgsversprechende Innenstadterweiterung für Shanghai präsentiert. Die angrenzende Shanghaier Innenstadt und der belebte Bund werden in das Planungsgebiet nach Norden weiterentwickelt und der Nord Bund dient gleichsam als ein attraktives Verbindungselement zu dem neuen Internationalen Passagierterminal für die Schiffahrt auf dem Huangpu-Fluß.

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2002
Zentrale Achse Peking, China

Im Oktober 2002 erhielt AS&P den außergewöhnlichen Auftrag ein Gutachten zur städtebaulichen Entwicklung eines über 100 Quadratkilometer großen Planungsgebiets entlang der zentralen Nord-Süd-Achse in Peking zu erstellen. Entlang des etwa acht Kilometer langen „historischen“ Teils der Achse befinden sich die bedeutendsten religiösen und politischen Gebäude Pekings. Für die „neuen“ Teile der Achse, die in den vergangenen Jahrzehnten nördlich und südlich der Altstadt entstanden sind, sollten neue Ideen entwickelt werden. Der von AS&P vorgestellte Entwurf schlägt als Herzstück für die südliche Stadtentwicklung einen großzügigen neuen Hauptbahnhof direkt auf der zentralen Achse vor. Nördlich ist auf einer Fläche von über zehn Quadratkilometer ein lebendiger neuer Stadtteil mit einer vielfältigen Mischung von Handel, Dienstleistung, Shopping und Wohnen vorgesehen. Im Süden soll mit einem sechs Quadratkilometer großen „Park der Ökologie“ ein Experimentierfeld für traditionelle und neue Formen der Landwirtschaft entwickelt werden.

1999 – 2001
VICTORIA-Turm, Mannheim

Schon von weitem sichtbar, steht unmittelbar am Mannheimer Hauptbahnhof das Hochhaus der VICTORIA-Versicherung, das gleich zwei Superlative in sich vereint: die Landmarke VICTORIA-Turm ist mit knapp 100 Meter nicht nur das höchste Haus Mannheims, sondern auch der am schnellsten realisierte Wolkenkratzer seiner Größenordnung. Die lang gezogene gläserne Raute ragt imposant aus dem Grün des Schlossgartens und präsentiert sich, je nach Standort des Betrachters, als breite Scheibe oder schlanker Turm. Der ungewöhnliche Grundriss reagiert städtebaulich auf die Achsen des Bahnhofsvorplatzes und der Hauptstraße des Stadtteils Lindenhof und nimmt dem Bau die Wucht. Die Verglasung der frei auskragenden Treppenhäuser in den beiden nadelspitzen Ecken und das oberste Geschoss bilden gemeinsam mit der Sockelzone eine Ebene, die vorspringende doppelschalige Glasfassade vor dem kleinteiligen Büroraster wirkt dadurch wie eine riesige Tafel, um die sich ein lichter, bei Dunkelheit beleuchteter Rahmen legt.

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1994 – 2000
EXPO 2000, Hannover

Im April 1994 wurde der erste Masterplan für das Weltausstellungsgelände der EXPO 2000 Hannover von AS&P vorgelegt. Die wachsende Komplexität der Planungsaufgabe und der ständige Entwicklungsprozess machte die Weiterentwicklung des städtebaulichen Grundkonzepts zu einem dynamischen „Master Planning“ erforderlich. Der Masterplan wurde von Juli 1995 bis zur Eröffnung der Expo kontinuierlich durch AS&P aktualisiert und fortgeschrieben. Dabei wurde der jeweils aktuelle Planungsstand in einem halbjährlichen Rhythmus dokumentiert und publiziert. Der letzte Masterplan war die achte Fortschreibung und wurde als „EXPO 2000 Hannover - Masterplan Planen und Bauen 06/00“ bezeichnet

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1990
Museumsufer und Holbeinsteg, Frankfurt am Main

Die Geschichte des Museumsufers begann 1878 mit dem Umzug von Kunstschule und -museum „Städel" ans Mainufer. Hundert Jahre später gab es neue Impulse aus stadtpolitischer Sicht. AS&P, damals noch unter dem Namen „Speerplan", erarbeitete 1980 einen „Gesamtplan Museumsufer". Dieser definierte beide Ufer als Teile der Kern-Stadt, organisierte den Fahr- und Parkverkehr neu, schlug eine Reihe von Stadtplätzen vor, wollte das "Nizza", ein altes Stück Frankfurt am Main, erweitern und plante dort ein Museum für moderne Kunst. Entlang des innerstädtischen Mainufers finden sich heute renommierte Museen wie das Museum für Kunsthandwerk, das Deutsche Postmuseum, das Filmmuseum und das DAM Deutsche Architekturmuseum. Realisiert wurde auch der Holbeinsteg nach Plänen von AS&P (1990). Als direkte Fußgängerverbindung zwischen dem Museumsufer und der Frankfurter Innenstadt bildet der Holbeinsteg das zeitgemäße Pendant zum benachbarten Eisernen Steg aus dem 19. Jahrhundert.

1985
Leitplan Innenstadt und Hochhausleitplan Mainzer Landstraße, Frankfurt am Main

Die Mainzer Landstraße verbindet als eine der Hauptschlagadern Frankfurts die Innenstadt und das Bankenviertel mit dem Messegelände und dem Flughafen. Daneben erschließt sie ausgedehnte Wohn- und Dienstleistungsquartiere. Der von AS&P entwickelte Leitplan für die Stadtentwicklung Frankfurts weist die Mainzer Landstraße als eine der Hauptentwicklungsachsen des Stadtzentrums aus. AS&P wurde 1984 vom Amt für kommunale Gesamtentwicklung und Stadtplanung beauftragt, ein zukunftsorientiertes Nutzungs- und Gestaltungskonzept zu entwickeln. Als Ergebnis des Planungsprozesses wurde eine Mischung von Nutzungen und Gebäudeformen vorgeschlagen, die der Mainzer Landstraße ein charakteristisches Gepräge als Dienstleistungs- und Wohnstandort geben. Insbesondere die Reihung stadtbildbestimmender Hochhäuser hat sich zu einem wesentlichen Element der Frankfurter Skyline entwickelt.

1977 – 1980
Diplomatisches Viertel und Außenministerium, Riad, Saudi-Arabien

Der Masterplan für das Diplomatische Viertel in Riad zoniert Wohngebiete und Freiräume, ermöglicht ein Bevölkerungswachstum um 30.000 Einwohner und setzt architektonische Richtlinien für alle Erholungs- und Gemeindeeinrichtungen. Transport- und Kreislaufsysteme sowie Umweltanlagen zum Schutz und der Einbeziehung der Wüstenlandschaft wurden entwickelt. Das Viertel fasst über 150 ausländische Vertretungen, sehr unterschiedliche Wohnhaustypologien, Moscheen, Schulen und Erholungseinrichtungen.

Den Anstoß für ein weiteres Projekt, das „Ministry of Foreign Affairs - staff housing“, gab die Entscheidung des Außenministeriums, die diplomatischen Einheiten von Jeddah nach Riad zu verlegen. Das High Executive Committee von Saudi-Arabien beauftragte AS&P die Bauüberwachung für das Wohnquartier der Angehörigen des Aussenministeriums zu übernehmen. Das Ziel war die Planung der Stadt in einer Stadt, die Wohnungen, Moscheen, Schulen und alle Gemeindeeinrichtungen für 3.600 Einwohner bereit stellt.

1964
Neues Wohngebiet „Pfingstweide“, Ludwigshafen

1964 gewann Albert Speer den 1. Preis im städtebaulichen Wettbewerb für das neue Wohngebiet „Pfingstweide“ in Ludwigshafen. Der Entwurf auf dem zentralen Areal des ehemaligen Bahnhofs, der nach der massiven Bombardierung im Zweiten Weltkrieg verlegt wurde, sieht ein neues Wohngebiet vor. Ziel der Planung war es, die verkehrliche Anbindung unter enger Verflechtung innerstädtischer Funktionen mit einem neuen Geschäftsviertel zwischen dem früheren Stadtzentrum, den Kulturzentren und dem neuen Bahnhof zu gewährleisten.